1. Herren: Handball – ein Vollkörperkontaktsport?!

Grundsätzlich würde jeder Handballer demjenigen, der sich erdreistet diese Frage zu stellen, ein überzeugendes und unverzügliches „Ja sicher!“ entgegendonnern; alle die jedoch das Vergnügen hatten, unserem Spiel gegen die SG Sendenhorst an diesem Wochenende beizuwohnen, wären bei dieser Aussage nun jedoch mitunter vorsichtig. Denn Körperkontakt war in diesem Spiel nicht gerne gesehen: Ganze elf 7-Meter und sieben mehr oder weniger berechtigte Zeitstrafen mussten wir gegen uns hinnehmen, unsere Gäste kassierten gerade mal fünf Strafwürfe bei drei Hinausstellungen. Und so lautete die (Obacht Wortspiel) Dewiese für die Hüter „7-Meter-Training“ und für die Feldspieler „Unterzahlabwehr“. Zumeist hieß „Unterzahlabwehr“ sogar doppelte Unterzahl, denn der Sendenhorster entschied sich mit dem frühen Time-out in der 8. Spielminute für das taktische Mittel „7 gegen 6“, sie spielten also mit einem weiteren Feldspieler, sodass das Tor der Gäste über weite Strecken unbewohnt blieb. Besonders viel Erfolg hatten sie damit freilich nicht, aber ganz getreu dem Motto „never change a running system“ ließ sich der Kleinstädter nicht beirren und behielt diese Spielweise bis zuletzt bei. Und so gelang es uns nicht nur einige einfache Tore vom Anwurfpunkt ins leere Tor der SG zu erzielen (Shoutout an dieser Stelle an Karl G.), sondern es folgte in der 52. Spielminute gar das erste Torwarttor dieser Saison.

Trotz aller Nickeligkeiten und dubiosen Spielgeschehen bleibt jedoch zu sagen, dass wir die gesamte Spielzeit über nie die Oberhand verloren haben und endlich wieder an die vom Coach eingeforderte Leistung der ersten Saisonspiele anknüpfen konnten. Vor allem die Vorgabe, über 60 Minuten anständigen Handball zu präsentieren, gelang uns deutlich besser als noch in den letzten Spielen gegen Everswinkel und Havixbeck umzusetzen.

Am Ende trennten wir uns mit einem im Ergebnis durchaus repräsentativen und überaus gerechtfertigten 39:27 (21:13) und sichern uns somit gemeinsam mit dem punktgleichen 1. HC Ibbenbüren den vorläufig 5. Platz der Liga.

 

Es spielten: Dewies, Brüggemann (1) – K. Grütters (7), Barth (7/3), Rosenthal, Junker (je 6), Grühl (3), Flockert (2/1), Kipp, Kuropka, Haverkamp (je 2), Simon (1), F. Grütters, Onnebrink

Muchísimas gracias an dieser Stelle auch an alle Fans und ähnliche Begeisterte, die uns in der Halle regelrecht zu diesem Kantersieg gepeitscht haben.

Gerne am 09.11. um 18:30 Uhr in Hiltrup wieder!

 

Bis dahin,

Eure Erste