Herren 1: Deja-vu gegen Burgsteinfurt

Zusammengesetzt aus den französischen Wörtern „deja“ (bereits, schon) und „vu“ (gesehen) bekommt man den Begriff Deja-Vu, der ein Erlebnis bezeichnet, bei dem eine Person glaubt, dass das soeben Geschehene früher schon einmal stattgefunden habe. Ein solches Gefühl könnte so manch einer der zahlreichen Zuschauer am vergangenen Samstagabend gehabt haben, als es trotz berechtigter Zweifel zum wiederholten Aufeinandertreffen mit dem TB Burgsteinfurt kam. Allein der Austragungsort war Anhaltspunkt dafür, dass es sich nicht um eine Wiederholung handelt.

Bereits im Pokal in der Vorwoche gab es ein eindeutiges Spiel, bei dem die Burgsteinfurter mehr ins Netz greifen durften als ein Fischer in der Hauptfangsaison, doch schnell zeichnete sich ab, dass das nicht wie im Artikel angekündigt auf ein taktisches Zurückhalten zurückzuführen war. Ein schneller Start führte zu einer 7:2-Führung. Fragwürdige Strafen unter anderem gegen den eigenen Torhüter verursachten eine teamweite Verwirrung, sodass das Torewerfen vorübergehen eingestellt wurde und der Vorsprung erst in der 23. Minute über 5 Tore hinauswuchs. Da die Mannschaft nun dem Coach beweisen musste, dass seine neuerdings ungewohnt bildlichen Ausführungen in der Kabinenansprache auch Früchte tragen, baute man den Vorsprung in den folgenden fünfzehn Spielminuten auf das dreifache aus (25:10, 37. Minute) und präsentierte sich fortan eher wie Simba am Ende und nicht am Anfang seiner frisch neuverfilmten Autobiografie. Mit wachsendem Zähler auf der Anzeige nahm der Widerstand der ohnehin in geringer Besetzung angereisten Gäste noch weiter ab, was – hoffentlich zur Unterhaltung des Publikums – zu einer zweiten Hälfte führte, die den Torhüter mehr Zeit im Netz verbringen ließ als einen frühpubertären Teenager mit eigenem Laptop. Das Spiel endete schließlich mit 42:16.

Ein weiterer souveräner Sieg und die ersten zweite Punkte machen Lust auf mehr. Nächsten Monat gibt es dann auch wieder Heimspiele. Bis dann!

SPARTA: Dewies, Böswald, Brüggemann – Barth (9/6), Hinteresch (8), Flockert (7), Rosenthal (6), Kipp (4), K. Grütters (3), Junker (2), Haverkamp, F. Grütters, Kuropka (je 1), Martinetz