Herren 1: Kleines Jubiläum im Spitzenspiel

Wir schreiben den 06.05.2017, einen Samstag. So einen, wie es ihn noch 51 mal mehr im Jahr gibt. Nichts besonderes also, möchte man meinen. Doch für uns datiert dieser 06.05.17 einen speziellen Samstag,nämlich den Tag, an dem wir das letzte Mal in heimischer Halle Punkte abgegeben haben. Seit nun auf den Tag genau 1 ½ Jahren haben wir jedes Liga-Heimspiel gewinnen können. Liegt es an unserer körperlichen Präsenz zu Hause? Wohl kaum. Oder am wunderbar griffigen Boden in der Hans-Böckler-Schule? Auf gar keinen Fall. Vielleicht liegt es an den Fans die uns jedes Spiel unterstützen. Wir wissen es nicht genau, jedenfalls wollten wir am vergangenen Samstag diese Serie unbedingt fortsetzen.
Zu Gast war mit Arminia Ochtrup eine Spitzenmannschaft der Bezirksliga, die in der Vorwoche nur knapp gegen den Ligaprimus aus Warendorf verloren hatte. Dementsprechend waren wir gewarnt und heiß darauf auch gegen diesen Gegner die Punkte in Münster zu halten. Das schien uns zunächst auch gut zu gelingen. Dank einer soliden und hellwachen Abwehr und einem schnellen und schnörkellos vorgetragenen Angriffsspiel setzten wir uns über 6:1 auf ein 9:3 ab, was Ochtrup zum sehr frühen Time-Out zwang.
Im Anschluss an die Auszeit präsentierten wir unseren zahlreichen Zuschauern aber eine weitere Folge unserer beliebten Serie „Sparta-verspielt-unnötig-eine-komfortable-Führung“. So sahen wir uns in der 20. Minute gar einem 9:10-Rückstand gegenüber stehen. Nachdem unser Coach Nils Overkamp leicht angesäuert die Time-Out-Karte auf den Zeitnehmertisch knallte, fingen wir uns aber wieder und konnten uns eine 17:14-Pausenführung erspielen.

Was auch immer in der Halbzeitansprache besprochen wurde, verstanden hatten wir es offenbar nicht. Denn wieder kämpfte sich Ochtrup zum 18:18 heran, vor allem begünstigt durch unser grandios ausgespieltes Überzahlspiel (Ironie aus) und den starken Ochtruper Rückraum. In der Folge blieb das Spiel umkämpft und packend, quasi im Gleichschritt trafen beide Teams das gegnerische Tor. Dann aber zahlte sich unser Athletiktraining (Ja, das machen wir tatsächlich, auch wenn es nicht so aussieht!) aus: Hinten waren wir einen Tick wacher und sicherten uns einige Bälle und vorne spielte unser wendiger Rückraum den körperlich überlegenen Arminen regelmäßig Knoten in die Beine. Angepeitscht von der (wie immer) überragenden Stimmung auf den Rängen des Hexenkessel HBS konnten wir uns 5 Minuten vor Schluss entscheidend absetzen. Und dieses Mal, oh Wunder, brachten wir die Führung auch souverän mit 36:32 ins Ziel.

Damit stehen wir jetzt bei 12:0-Punkten und sitzen den ebenfalls verlustpunktfreien Warendorfern weiterhin im Nacken. Und weil das auch so bleiben soll sind wir weiterhin auf eure Unterstützung angewiesen! Wer will kann uns diese Woche auch gerne auswärts begleiten, denn am Sonntag (11.11, 17:00 Uhr) heißt es für uns: Chou,Chou, nächster Halt Lengerich!

Es spielten: Böswald, Schwaning – Priemel (8), Barth (7/2), Kipp (7), Grütters (6), Kuropka (4), Heyer (3), Rosenthal (1), Hinteresch, Grühl, Junker, Menke, Westermeier