Herren 1: Der krönende Abschluss einer grandiosen Saison

Wenn man ganz ehrlich ist fieberte seit Beginn des Jahres 2018 jeder in der Mannschaft diesem Tag entgegen. Der 12. Mai 2018!

Es war am Samstag das Spiel der Entscheidung zwischen uns und dem SV Adler Münster um die Meisterschaft in der Kreisliga- ein Duell, das sich seit Beginn der Saison bereits angekündigt hat und das das i-Tüpfelchen auf eine spannende Saison darstellen sollte.

Bereits vor dem Spiel merkte man beim Treffen am Samstagnachmittag, dass jeder einzelne heiß war den letzten Schritt zum Titel zu gehen.

Das ganze Jahr über herrschte in der Mannschaft schon eine überragende Stimmung, aber am Samstag war alles nochmal anders. (Fast) Jeder von uns war vor dem Spiel noch fokussierter als sonst, was sicherlich auch der Anspannung und dem entscheidenden Charakter der Partie geschuldet war. Dennoch schafften wir es schon beim Aufwärmen uns die ganze Zeit besonders zu pushen und das obwohl wir leider vorher unseren Denker und Lenker auf der Mitte Jonathan „Pukki“ Pleines verabschieden mussten. Er wird uns wegen des Endes seines Studiums im Laufe der Saison verlassen. Du wirst uns sowohl auf der Platte als auch abseits davon unglaublich fehlen, Joni!!

Nach dem Abschied war dann aber wieder Handball angesagt. Vor dem Spiel musste Coach Max Köster keine großen taktischen Ansagen mehr machen, sondern appellierte an uns alle cool zu bleiben und das Spiel vor der Kulisse einfach zu genießen, dann würde schon alles klappen. Alles Taktische hatten wir bereits am Donnerstag zuvor in einer hochprofessionellen Powerpoint Präsentation bekommen, sodass wir auf die Abläufe der Adler gut vorbereitet waren.

Um 19 Uhr pfiffen die beiden Schiedsrichter die Partie an. Wir erwischten dort direkt einmal einen Kickstart und führten nach 85 Sekunden bereits 2:0 als Peter Onnebrink mit einem Doppelpack den Torreigen eröffnete (man munkelt, dass er in seiner gesamten SPARTA-Laufbahn noch nie nach so einer kurzen Zeit zweimal aufs Tor geworfen hatte).

So stark wir anfingen, so stark ließen wir danach zunächst leider wieder nach. Besonders vorne merkte man, dass auch Adler sich scheinbar auf unser Angriffsspiel vorbereitet hatte. Folglich fiel es uns schwer zu Toren zu kommen. Die Gäste hingegen akklimatisierten sich allmählich und konnten nach 8 Minuten in Führung gehen (3:4). Diese konnten sie bis zur 15. Minute auf 5:8 ausbauen, weil wir auch in der Abwehr nicht den perfekten Zugriff auf den Lokalrivalen hatten.

Anschließend konnten wir aber so langsam unser Tempospiel, das uns das ganze Jahr über ausgezeichnet hatte auf die Straße bringen. Symptomatisch dafür war, dass wir in der zweiten Welle dreimal in Folge mit dem gleichen „Spielzug“ zum Tor kamen. Prime Time wackelte seinen Gegenspieler immer auf karrierebeendende Weise aus, legte auf Doro ab und der warf dem Torwart den Ball dann um die Ohren. Der Ausgleich zum 11:11 war die Konsequenz. Mit 12:14 für Adler ging es allerdings in die Kabine.

Dort wurde trotz des Rückstandes aber niemand nervös. Im Gegenteil: man merkte bereits, dass Adlers erste Sieben konditionell an ihre Grenzen kam und so nahmen wir uns vor das in der zweiten Hälfte konsequent auszunutzen und fühlten uns dabei an das Finale des Kreispokals erinnert.

Und siehe da, in der zweiten Halbzeit ging unser Plan vollständig auf. Nach dem 13:16-Rückstand legte anscheinend jemand den Schalter um. Wir starteten einen 9:1-Lauf und konnten innerhalb von 10 Minuten einen 13:16- Rückstand in eine 22:17-Führung drehen. Besonders ein Mann brachte die Adler zur Verzweiflung und vermutlich noch darüber hinaus. Was Porki im Tor veranstaltete war einfach nur mit einem Wort zu beschreiben: WAHNSINN!!

Auch die freiesten Würfe des SVA konnte er von der Linie kratzen und damit (in Kombination mit einer nun aggressiven 5:1-Abwehr) die Kiste komplett vernageln.

Die Halle kochte nun und spätestens da war allen klar, dass uns an diesem Tag keiner stoppen konnte!

Vorne spielten wir nun ruhig und mit Bedacht unsere Abläufe zu Ende, ergriffen die Chance mal kurz durchzuatmen und nahmen vor allem in jedem Angriff wichtige Sekunden von der Uhr.

Näher als bis auf 4 Tore kamen die Adler nicht mehr heran. So ließen wir uns auch von der roten Karte von Onne infolge seiner dritten 2-Minuten-Strafe nicht aus dem Konzept bringen.

Als Hallensprecher Flo Hinteresch dann die letzten 10 Sekunden runterzählte lag sich die rappelvolle SH einfach nur in den Armen. Mit der Schlusssirene gab es dann bei Fans und vor allem bei der Mannschaft kein Halten mehr.

WIR SIND MEISTER!!!! Das wurde uns zu „We are the Champions“ von Queen dann klar.

Nicht verwunderlich war dann, dass das gemeinsame HUMBA das wahrscheinlich lauteste war, dass SPARTA seit Jahren erlebt hat.

An dieser Stelle aber auch bereits der Dank an Adler für ein unglaublich faires Derby und für die ehrlichen und herzlichen Glückwunsche unmittelbar nach dem Spiel und auch später beim ein oder anderen Kaltgetränk. Es war eine super enge Kiste über die ganze Saison mit euch!

Anschließend wurde nur noch gefeiert, aber was erzählen wir eigentlich… wahrscheinlich waren die meisten der Leute, die das hier lesen ohnehin dabei und haben die tolle Meisterfeier unter der musikalischen Regie von Vale alias DJ Nulli sowieso hautnah miterlebt. Es war einfach ein überragender Abend, der erst endete als es draußen wieder hell wurde!

Zum Schluss wollen wir die Gelegenheit ergreifen um uns zu bedanken!

Zuerst einmal bei unserem Doublesiegercoach Michael Stork, der das entscheidende Fundament dafür gesetzt hat, dass wir dieses Jahr die Meisterschaft und den Pokal gewinnen konnten. Ohne dich wäre das alles niemals möglich gewesen und wir sind dir unglaublich dankbar für alles! Toll, dass du auch zum Spiel gekommen bist und uns in der Kabine vorher heiß gemacht hast auf das Spiel! Du wirst immer ein Teil dieser Truppe bleiben!

Darüber hinaus auch ein riesiges Dankeschön (oder wie Joni sagen würde: „EHRT SIE“) an Doublesiegercoach Max Köster, der nach Storkis Rücktritt bis zum Saisonende eingesprungen ist und inklusive den Pokalspielen eine beeindruckende Bilanz von 14 Siegen in 14 Spielen vorweisen kann. Danke für deinen Einsatz Kotze, du hast das mit deiner ruhigen aber bestimmten Art einfach überragend gemacht!

Zu guter Letzt: Ein verdammt dickes Dankeschön an jeden einzelnen von euch für die Unterstützung über die gesamte Saison hinweg! Was ihr vor allem im letzten Saisonspiel auf der Tribüne für eine Stimmung gemacht hat war einfach einmalig und es war jedem vor uns eine Ehre vor so einer würdigen Kulisse zu spielen. Von der ersten bis zur letzten Minute (und beim Feiern sowieso) seid ihr bei jeder Aktion volles Rohr mitgegangen und das hat uns den endgültigen Push für die Meisterschaft gegeben. DANKE DAFÜR!!

 

Es spielten: Dewies, Schwaning- Priemel (7), Barth (5), Menke (4), Heyer (3/2), Neusser, Junker, Onnebrink (je 2), Davids, Pleines (je 1), Nawrot, Haverkamp, Westermeier