Damen 1: SPARTA siegt im Derby und rettet sich in die Relegation

Am Samstagabend gab es für die ersten Damen von SPARTA Münster erst Grund zu feiern – hatten doch die ersten Herren mit einem Sieg gegen Adler den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht. Doch kurze Zeit später kam der Dämpfer. Ibbenbüren hatte in der eigenen Liga seine Hausaufgaben gemacht und hauchdünn mit 21:20 gegen Wettringen gewonnen. Damit konnte man selbst bei einem Sieg gegen Roxel am folgenden Tag nicht mehr über Tabellenplatz 10 und damit einem Abstiegsplatz hinauskommen.

Doch das Auf und Ab der Gefühle ging weiter. In einer Mail vom Staffelleiter wurde darüber informiert, dass die jeweils Zehntplatzierten aus den vier Landesligen noch eine Relegation um die letzten beiden Ligaplätze ausspielen würden. Um diese zu erreichen musste also im Stadtduell gegen den BSV Roxel mindestens ein Punkt her.

Am späten Sonntagabend fand man sich also in Roxel ein und musste zu allem Überfluss sogar noch den plötzlichen Ausfall von Trainerin Anet Sander kompensieren. Doch mit Ute Ipe stand ein erfahrener und hochmotivierter Ersatz zur Stelle und stellte in Zusammenarbeit mit Co-Trainer Hansel die angespannte Mannschaft auf das alles entscheidende Derby ein.

In der ersten Halbzeit brauchten beide Teams etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. SPARTA fand zwar gewohnt zügig zu seiner aggressiv anpackenden 5:1-Formation in der Defensive, ließ jedoch vorne viele Chancen aus und suchte zu früh den Abschluss. Doch auch Roxel musste sich jedes Tor hart erkämpfen und kam nie über einen Zwei-Tore-Vorsprung (5:7, ´24) hinaus. Beim Stand von 7:8 und noch 30 Sekunden Spielzeit in Halbzeit eins nahm das Trainergespann eine Auszeit. Und siehe da, das kurze Durchschnaufen trug Früchte. Nach einer schönen Kombination im Rückraum fand der Ball den Weg zu Kreisläuferin Höppi, die einnetzte und damit den 8:8-Halbzeitstand besiegelte.

In dieser lobte Interimscoach Ute die starke Abwehr und den tollen Kampfgeist, den die ersten Damen auf dem Platz boten, forderte jedoch für die zweite Hälfte mehr Geduld und Übersicht im Angriff. Ähnlich wie beim Tor kurz vor dem Pausenpfiff sollte agiert werden – Spieler auf sich ziehen, Lücken reißen und dann den entscheidenden Pass zum Mitspieler geben, das war die Devise für Durchgang zwei.

Mit der Unterstützung zahlreicher mitgereister SPARTA-Fans im Rücken übernahmen die ersten Damen nach 5 gespielten Minuten das Ruder über die Partie und netzten gleich viermal in Folge ein (14:11, ´40). Auch ein Team-Timeout von Roxel brachte wenig neue Ideen gegen die weiter kompakt und aufmerksam agierende SPARTAnische Abwehr. Erst neun Minuten vor Schluss konnte Roxel noch einmal aufschließen (18:17), doch dann zog auch SPARTA wieder die Zügel an. Abgefangene Bälle bescherten der Gastmannschaft schnelle und einfache Tore, zudem nutzte Kreisläuferin Hannah geschickt die Räume hinter der Roxeler Abwehr  und erkämpfte mehrere Siebenmeter. So setzte man sich binnen 5 Minuten erneut mit 23:19 ab. In den letzten Minuten der Partie ließ SPARTA dann nichts mehr anbrennen und nahm die so ersehnten Punkte mit einem 26:21-Sieg mit nach Hause.

Nun stehen drei weitere Entscheidungsspiele an, in denen es heißt: Alles (= Landesligaverbleib) oder Nichts (=Abstieg in die Bezirksliga). Gegner sind dabei der HCE Bad Oeynhausen, der TuS Westfalia Kamen und die HSG Lüdenscheid. Die Ansetzung der Spiele erfolgt in Kürze.

Das Team des letzten Spieltages: Jette, Kathi; Höppi (6), Vanny (5), Annika S. (4), Katha, Greta, Esther (je 3), Annika H., Hannah (je 1), Franny, Anna, Simone, Katta