MJC: Qualifikation für die Oberliga-Vorrunde im ersten Anlauf

Am Sonntag (29.04.2018) ging es für unsere männliche C-Jugend zu den letzten Qualifikationsspielen für die Oberliga-Vorrunde. So hofften es zumindest die beiden Trainer Julia Weile und Moritz Böttcher. Denn die Spartiaten rund um das Trainerteam mussten in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegen, um sich direkt und ohne weiteres Turnier zu qualifizieren. Das war das erklärte Ziel der Trainer und auch der Mannschaft, die seit Trainingsbeginn im Februar heiß auf die Qualifikation war.

Vorher hatte die Mannschaft aber noch schwierige Aufgaben zu lösen. Am vorherigen Wochenende, bei dem SPARTA als Gastgeber für ein Turnier fungierte, legten die Jungs schon einmal den richtigen Grundstein. Mit einem 20:3-Sieg gegen die HSG Gremmdorf/Angelmodde und einem 24:4-Sieg gegen die JSG Tecklenburger-Land holten die Jungs sich den Rückhalt, den sie für den entscheidenden Spieltag brauchten.

Denn an diesem standen sie vor einer gewaltigen Aufgabe: Es galt 2 von 3 Spielen zu gewinnen bei denen die Gegner ASV Senden, Handballfreunde Reckenfeld und BSV Roxel hießen. Die männliche C-Jugend musste außerdem zunächst mit einem deutlich dezimierten Kader antreten, da 4 wichtige Spieler aufgrund von Fahrten und Krankheit nicht zum Turnier antreten konnte. Darunter auch der Kapitän der Mannschaft Jakob Breyer, der sich an diesem Sonntag morgens noch in Bayern aufhielt.

Trotz dieser personellen Schwierigkeiten zeigte sich die Mannschaft, unterstützt von David Klose und Julius Grote aus der männlichen D-Jugend, sowie Lambert Davids, der für die Jungs und die Trainer aber wohl schon zu sehr zur Mannschaft gehört, als dass man ihn als Aushilfe beschreiben könnte, selbstbewusst und hochmotiviert, als sie sich morgens an der Halle traf.

Nach dem obligatorischen Spaziergang der Mannschaft bei dem sie sich nochmal lockern sollte und der das Teambuilding fördern sollte, ging es für die Mannschaft auch schon zum Aufwärmen für das Spiel gegen den ASV Senden. Einen Gegner, den die Trainer auf keinen Fall unterschätzten.

Der Gegner war auch für die Mannschaft keine Unbekannte, da sich die Jungs schon mehrfach begegnet waren. Daher war die Motivation in diesem Spiel besonders hoch. Das zeigte die Mannschaft auch auf dem Platz. Vor allem im Angriff zeigten die Spartaner, dass sie die Angriffskooperationen beherrschten, bei dem vor allem das Spiel mit dem Kreis heraussticht. Besonders Johannes Fey im Rückraum und David Thiele am Kreis konnten unter Beweis stellen, dass sie bereits eine Saison zusammengespielt und in dieser Zeit ihr Sperre absetzen perfektioniert haben. So ging SPARTA mit einer 7:6-Führung in die Halbzeit nach 13 Minuten.

In der zweiten Halbzeit verloren die Jungs dann leider etwas die Nerven, was sich die Trainer aus der mangelnden Möglichkeit, im Rückraum zu wechseln und der enormen Geräuschkulisse erklären konnten. Bei dieser schien es fast als hätte man vergessen, dass es sich dabei immer noch um jugendliche Spieler handelte, die unten auf der Platte standen. So verlor SPARTA dieses Spiel unglücklich mit 2 Toren 12:14. Dies war zwar ein kleiner Rückschlag, dennoch gelang es den Jungs, die Köpfe nicht hängen zu lassen, sondern ihre Motivation merklich hoch zu halten.

Vor dem Spiel gegen die Handballfreunde verstärkte auch der angekündigt verspätete Ben Bitter die Mannschaft der Spartaner und sorgte so am Kreis für Entlastung. Trotz einer langen Pause zwischen den Spielen und einigen Verzögerungen gelang es den Jungs dann gegen die Handballfreunde Reckenfeld konzentriert ins Spiel zu gehen und es souverän mit 18:7 zu gewinnen. Besonders Johannes Fey und Kaspar Böttcher im Rückraum zeigten, dass sie von ihren vorherigen Trainern ein gutes 1 gegen 1 Verhalten im Angriff gelernt hatten.

So konnte SPARTA wieder mit gestärkter Brust in das Spiel gegen Roxel gehen. Auf dieses Spiel hatten die Trainer die Mannschaft bereits Wochen vorher eingeschossen, da sie bereits die Vorahnung hatten, dass es auf dieses Spiel ankommen würde. Dank einer ehrgeizigen Fahrweise aus Bayern gelang es auch Kapitän Jakob, der mit großem Hallo von Spielern und dem Trainerteam empfangen wurde, noch pünktlich zum Anpfiff für das Spiel gegen Roxel in der Halle zu stehen. Da die anderen Spieler bereits 2 Spiele gespielt hatten, war die Unterstützung durch ihn auf der Rückraum-Mitte und in der Abwehr als Hinten Mitte sehr wichtig für die Mannschaft.

Das Spiel wurde dann auch wie erwartet spannend. Teilweise hatte man den Eindruck, beide Mannschaften würden ohne Abwehr spielen, da so viele Tore fielen. Nach einer Abwehraktion durch SPARTA und einem unglücklichen Aufkommen des Rückraum-Rechten von Roxel hielt der Schiedsrichter das Spiel an, um die gegnerische Bank aufzufordern, den Spieler von der Platte zu nehmen, da dieser offenkundig Schmerzen hatte. Obwohl der Spieler bestätigte, dass er spielen könne, gab der Schiri an, dass er so das Spiel nicht guten Gewissens pfeifen könne, da dem Spieler anzusehen sei, dass er zu große Schmerzen habe. Daraufhin mussten die Roxeler Trainer den Spieler von der Platte nehmen, der uns bis dahin das Leben sehr schwer gemacht hatte. An dieser Stelle wünscht die männliche C-Jugend dem Spieler eine gute Besserung.

Dieser Moment im Spiel brachte den Wendepunkt, in dem SPARTA sich langsam aber stetig absetzen konnte. Besonders hervorzuheben ist hier die tolle Leistung des Torhüters der Spartaner, Johann Thygs, der drei von vier Siebenmetern entschärfte und auch die Würfe von den Außen-Positionen souverän sicherte. Die besten Schützen auf Seite der Spartaner waren mit jeweils 6 Toren Jakob Breyer und Uh-Gun Choi alias Tom. Am Ende stand für SPARTA ein 18:10 Sieg auf der Anzeigetafel, den die Jungs sich nicht nur im Turnier, sondern vor allem in den vielen Trainingseinheiten vor den Turnieren hart erarbeitet haben. Für die Jungs zeigte sich, dass sich das viele Sprinten und der Muskelkater nach dem Training doch auszahlten.

Beide Trainer zeigten sich stolz und zufrieden mit der Moral und Einstellung ihrer Mannschaft innerhalb der gesamten Qualifikation.

Nun steht für die Jungs eine Vorbereitung an, in der sie wohl ebenso hart arbeiten werden, die aber auch durch Turniere, Testspiele und ein Trainingslager in Ostfriesland hoffentlich Spaß bringen wird.

 

Für SPARTA dabei waren: Johannes Fey, Kaspar Böttcher, Lambert Davids, Johann Thygs, Marcel Sonak, Julius Grote, David Klose, David Thiele, Ben Bitter, Uh-Gun Choi und Jakob Breyer

DAS IST SPARTA!