Damen 1: Arbeitssieg in Ibbenbüren

Die ersten Damen von SPARTA Münster standen am späten Samstagabend vor einer großen mentalen Aufgabe: Gegen den Tabellenkellernachbar aus Ibbenbüren musste unbedingt ein Sieg her, um den Aufwärtstrend fortzusetzen und die Konkurrenz gleichzeitig ein wenig auf Abstand zu bringen.

Mit Druck konnten die SPARTAnerinnen im Verlauf der bisherigen Saison oft nicht gut umgehen. Und auch auswärts beim HC Ibbenbüren war die Nervosität spürbar und vor allem sichtbar. Die Abwehr stand zwar über weite Strecken gewohnt sicher und ließ den Gastgeber aus dem gebundenen Spiel heraus wenig agieren, jedoch fehlten im Angriff das Konzept und die Ruhe der vergangenen Partien. Zahlreiche Ballverluste, die die pfeilschnellen Außenspielerinnen aus Ibbenbüren verwerteten, nur gestört durch tolle Paraden von Debo im Tor, waren die Folge. Und auch die schnelle Mitte der Ibbenbürenerinnen verschliefen die ersten Damen zu oft. Einfache Tore fielen und SPARTA mühte sich weiter im Angriff ab, ohne die kompakte 6:0-Abwehr des Tabellenletzten wirklich vor eine große Aufgabe zu stellen. So entstand ein zähes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Mit einem 9:9-Unentschieden ging es in die Kabine.

Trainerin Anet Sander sprach in der Halbzeit aus, was auch die Spielerinnen auf dem Feld und der Bank nur allzu gut wussten und gespürt hatten, diese ersten 30 Minuten waren für die Tonne. Für den Angriff forderte sie mehr Geduld und gefährlicheres Stoßen auf die Lücken, um die Abwehrreihe in Bewegung zu setzen und Lücken zu reißen. Auch Würfe aus dem Rückraum sollte sich das Team endlich zutrauen, denn in der ersten Hälfte zeigte man sich zu harmlos und ließ zu, dass die Abwehrspieler auf 6 Metern alles verriegeln konnten und nicht aus ihrem Verbund heraustreten mussten.

Auch in Hälfte zwei gelang es SPARTA nur selten, die Vorgaben der Trainerin konsequent umzusetzen. Zwar ließen einzelne Aktionen, zum Beispiel durch die aus der Verletzungspause zurückgekehrte Vanny auf Halblinks, immer wieder die Hoffnung aufkeimen, dass man zu der kreativen und effektiven Spielweise der letzten Partien zurückfand, jedoch verließ die SPARTAnerinnen dann allzu oft erneut der Mut.  So war es die weiter stark aufgelegte Debo im Tor und Höppis makellose Siebenmeterausbeute, die die Gastmannschaft aus Münster weiter im Spiel hielt

Über zahlreiche Ballgewinne in der Abwehr ergaben sich im weiteren Verlauf massig Chancen, einen Vorsprung herauszuarbeiten. Jedoch stimmten weder die Abschluss- noch die Passquoten, sodass die circa 30 mitgereisten und lautstarken Fans von SPARTA Münster erst kurz vor Schluss, als man erstmals mit 3 Toren in Front gehen konnte, aufatmen und mit ansehen konnten wie man einen etwas dreckigen, aber zumindest kämpferisch verdienten 19:17 –Sieg einfuhr.

Dieser Sieg gehört definitiv in die Kategorie „Arbeitssieg“. Hatten in der Vorrunde am Ende solcher Partien noch die gegnerischen Mannschaften das Quäntchen mehr Glück und damit die Punkte auf ihrem Konto, durfte sich dieses Mal SPARTA belohnen. Gleichzeitig verbesserte man sich in der Tabelle von Platz 11 auf 9 und damit erstmals wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Schon am kommenden Wochenende steht erneut ein bedeutendes Spiel im Abstiegskampf an. Der Gegner aus Neuenkirchen und derzeitige Tabellenzehnte ist am Sonntag den 18.03. um 16 Uhr in der HBS zu Gast.

Das Team vom Wochenende: Debo, Kathi; Höppi (6), Esther, Vanny (je 3), Katta, Annika S. (je 2), Franny, Wolle, Katha (je 1), Simone, Anna, Hannah, Greta