Herren 1: 2 Punkte nach unbeständiger Leistung gegen „Nullacht“

Als wir am vergangenen Sonntag, den 25.02.2018, unsere weit angereisten Gäste von Münster 08 2 in der HBS empfingen, waren sich noch alle Beteiligten sicher, dass dieses Spiel auf jeden Fall zwei Punkte für SPARTA bereithalten würde.

Aus eben diesem Grund haben wir sicherlich schon größere Motivation vor Spielen erlebt, doch ziemlich schnell wurde allen klar, dass es mit einer solchen Einstellung und den fortwehrend daraus resultierenden Unkonzentriertheiten nicht ohne Weiteres für den Sieg reichen würde.

So stand es nach nicht einmal drei gespielten Minuten bereits 0:3 für unsere Gäste und das obwohl uns in der Tabelle ganze 10 Plätze voneinander trennen.

Nach diesem metaphorischen Schlag in Gesicht, der jedem zuteil wurde, der den Blick gen Anzeigetafel richtete, tauten unsere SPARTAner Männer endlich auf.

Es gelang uns, besagten Rückstand zu Beginn des Spiels zunächst zu verkürzen (3:4) und dann mit einer 17-minütigen Durststrecke auf Nullachter Seite, die vor allem einer jetzt solide stehenden SPARTAner Abwehr und einem gut aufgelegten Porky zu verdanken ist, auf ein 12:4 zur Pause zu drehen.

In der Halbzeitansprache wurde aufgrund dessen der Fokus gezielt darauf gesetzt, unseren Streifen konzentriert und mit letzter Konsequenz zu Ende zu spielen. Das ausgerufene Ziel lautete klar, unter 10 Gegentoren zu bleiben, also in Halbzeit zwei noch maximal 5 Gegentreffer zuzulassen.

Nach dem Wiederanpfiff konnte jedoch an jene sich stetig steigernde Leistung aus der ersten Hälfte des Spiels nicht, bzw. nur sehr sporadisch, angeknüpft werden, sodass es Mitte der zweiten Hälfte bereits 19:11 stand, unser Ziel also schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr umsetzbar war, weswegen sich das Trainierteam um Michael Stork und Renate Beckmann gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen.

Nichtsdestotrotz sollte nach der Auszeit unsere 6:0-Abwehrformation, auf die wir gegen Anfang der zweiten Hälfte umgestellt hatten, zu Trainingszwecken beibehalten werden, obwohl oder gerade weil wir einige Probleme damit hatten, die Abläufe und Laufwege in der defensiven Ein-Linien-Abwehr zu koordinieren und auf die Stärken der Gegner abzustimmen.

Gen Ende des Spiels konnte man dann mit viel Wohlwollen noch von einer durchwachsenen Leistung sprechen, realistisch betrachtet müsste man jedoch feststellen, dass wir in den letzten Minuten effektiv das Handballspielen eingestellt haben.

Die Sirene, die schließlich bei einem Stand von 23:19 das Ende des Spiels markierte, war für alle nur noch die lang ersehnte Erlösung, dass die Begegnung nun endlich ihr Ende findet.

Auch wenn wir zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährdet 2 Punkte aus dem Nachbarschaftsspiel gegen Münster 08 2 mitnehmen konnten, fühlt sich dieser Sieg gegen den Tabellenzwölften fast wie eine Niederlage an.

Jetzt heißt es die Rübe durchzulüften, das Spiel abzuhaken und ab dem nächsten Spiel, sowie im weiteren Verlauf der Saison, an die Leistungen in der ersten Hälfte anzuknüpfen, denn dort haben wir definitiv gezeigt, was saubere, konzentrierte Abwehrarbeit und das konsequente Bestrafen gegnerischer Fehler bewirken können.

Am kommenden Wochenende geht es dann nämlich zum Traditionsderby nach Senden, wo es gegen eine motivierte Truppe um Trainer Alex Seitz zu bestehen gilt.

 

Für SPARTA spielten: Dewies, Schwaning; Barth (6 Treffer), Priemel (5), Grütters, Haverkamp, Pleines (je 3), Heyer, Neusser, Westermeier (je 1), Davids, Onnebrink

Für SPARTA auf der Bank: Stork (OA), Beckmann (OB), Nawrot (OC), Kleinkorres (OD)