Damen 1: Saisonauftakt bietet Höhen und Tiefen

Der Start in die Saison 2017/2018 für die ersten Damen von Sparta Münster ist zu Teilen geglückt. Nach einer schwachen ersten Halbzeit entführte man am Ende doch noch einen Punkt aus Greven.

In den ersten Minuten der Partie sah man dem Spiel der Spartanerinnen die Nervosität und Unsicherheit deutlich an. Die Abwehr stand zwar im Vergleich zu vorherigen Testspielen sicherer, jedoch traute sich im Angriff lediglich Vanny etwas zu und warf 5 von 6 Toren in Halbzeit eins. Die Gegnerinnen indessen setzten auf Tempospiel bei jedem Ballgewinn oder eigenem Anwurf und bestraften das Team aus Münster mehrfach für sein schleppendes Rückzugsverhalten. So konnten sich die Grevenerinnen bis zur Halbzeit auf 6:11 absetzen.

Trainerin Anet Sander fand in der Pause deutliche Worte bezüglich des passiven Verhaltens im Angriff. Mehr Würfe aus dem Rückraum und Eins-gegen-Eins-Situationen müssten her, zudem sollten unnötige technische Fehler abgestellt werden.

Trotz des recht deutlichen Abstandes gingen Spartas Damen erhobenen Hauptes zurück auf den Platz und nahmen nach einer kurzen Anlaufphase (7:14, 35‘) den Kampf richtig an. Kathi im Tor wurde immer stärker und die Abwehr vor ihr fand zusammen und packte ordentlich zu. Angeführt von der weiter treffsicheren und unermüdlichen Vanny im Angriff, kamen jetzt auch die anderen in Schwung und suchten die Lücken. Auch ein Team-Timeout von Greven verunsicherte Sparta nicht, sodass man in Minute 49 nach Tempogegenstoß erstmals ausgleichen konnte. Obwohl die Gastmannschaft aus Münster weiter frischer und in dieser Phase ideenreicher agierte, konnte man sich geschwächt durch mehrere Zeitstrafen nicht entscheidend absetzen.

Zwei von Kathi eliminierte Siebenmeter und ein Tor in Unterzahl durch Franny sorgten dennoch für den Vorteil auf Sparta-Seite kurz vor Schluss (21:20, 58‘). Eine höchst umstrittene Zeitstrafe gegen die als Spitze der 5:1-Deckung agierende Annika brachte dann aber doch noch einmal die entscheidende Lücke für die Grevenerinnen, die eine Minute vor Schluss ausgleichen konnten. Leider gelang Sparta im folgenden Angriff in Unterzahl nicht der alles entscheidende Treffer, sodass das Spiel 21:21 endete.

Die Moral der zweiten Halbzeit muss Sparta nun in das erste Heimspiel gegen Recklinghausen am nächsten Samstag mitnehmen. Mit den Fans im Rücken sollte dann von Beginn an Unsicherheit und Nervosität abgelegt und Konzentration und Selbstbewusstsein an den Tag gelegt werden.

 

Die Mannschaft vom Wochenende: Kathi, Johanna; Vanny (11), Miri (3), Annika S. (2), Hannah, Höppi, Sassi, Franny, Katha (je 1), Annika H., Greta